Wirkungen von Intermittent Fasting – eine wissenschaftliche Übersicht

Seit 1943 gibt es Studien zu Intermittent Fasting. Angefangen haben die Studien mit Versuchen an Ratten und Affen. Die ersten ausführlicheren Studien an Menschen gibt es erst ab 2007. Das mag auch der Grund sein, warum Intermittent Fasting noch relativ unbekannt ist.

Was passiert im Körper bei einem Fastenzyklus?
In Studien werden zwei Mechanismen genannt, die durch Intermittent Fasting und Kalorienrestriktion ausgelöst werden:

1. Reduzierung von oxidativen Stress
2. Zunahme der Resistenz von Zellen gegenüber Stress

Oxidativer Stress?

Hier kommt die Chemie im Spiel: Zellen im Körper halten in der Regel beim Stoffwechsel eine Balance zwischen reduzierenden oder oxidierenden Stoffen. Wird diese Balance durch zu viele freie Radikale gestört, kann es zu Zellschädigungen kommen und zu einer Schädigung der DNA. Dies führt zu einer vorzeitigen Alterung des Organismus.
Oxidativer Stress kann durch vielerlei Dinge entstehen:

  • Ernährungsmangel
  • Umweltbelastungen
  • Sonnenlicht
  • Rauchen
  • körperlicher oder seelischer Stress
  • Medikamente
  • Verletzungen

Es ist wichtig oxidativem Stress im Körper vorzubeugen, denn viele Krankheiten werden damit in Verbindung gebracht:

  • Parkinson
  • Alzheimer
  • ALS
  • Arteriosklerose
  • Herzkrankheiten

Warum wird nun durch Fasten oxidativer Stress verhindert?
Auch hierfür gibt es zwei Mechanismen, die aber noch nicht hinreichend durch Studien belegt sind:

  1. Durch eine geringere Energieaufnahme während der Fastenphase, werden weniger freie Radikale durch die Zellen produziert.
  2. Das Fasten führt zu einer sanften positiven Beanspruchung des Körpers, wodurch die Zellen mehr Antioxidantien ausschütten, die gegen die freien Radikalen wirken.

Der zweite Punkt hängt eng zusammen mit der oben genannten Resistenz der Zellen gegenüber Stress. Fasten wirkt wie eine Trainingseinheit für den Körper, die Zellen werden gestärkt und sensibilisiert.

Diese Mechanismen bilden die Basis von Intermittent Fasting. Diese sind der Grund für die weiteren positiven Effekte wie z.B. eine höhere Insulinsensitivität, die Herzproblemen oder Diabetes vorbeugen kann, aber auch zu weniger Müdigkeit und einem geringeren Hungergefühl führt.

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8 Antworten auf Wirkungen von Intermittent Fasting – eine wissenschaftliche Übersicht

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  3. Dass die Sache mit dem geschlossenen System nicht ganz korrekt ist, ist mir durchaus bewusst. Das war auch eher modellhaft gesprochen, da zum Zeitpunkt des Fastens relativ wenig nach außen und fast nichts von außen nach innen geht.hmm… heißt nicht, weniger energie nach außen auch verlangsamung des stoffwechsels? immerhin arbeiten unsere zellen nunmal meist mit sauerstoff und bei der verwendung dessen bei der “oxidativen phosphorylierung” (entstehung des atp) entsteht nunmal wärme.warst du nicht der meinung, dass sich der stoffwechsel nicht wirklich verlangsamt? (seite 1)es ist wirklich nicht unfreundlich gemeint, aber ist das nicht ein widerspruch?Wie es sich mit dem komplettem Fasten und den Aminopools verhält, kann ich Dir nicht genau sagen. Ich habe mal gelesen, dass es ca. 36 Stunden ohne Nahrung braucht, bis der Körper anfängt, Muskelsubstanz zu verwerten. Das wird aber interindividuell vermutlich sehr unterschiedlich sein.Das Hauptroblem, sei es nun IF oder “richtiges” Fasten, ist ohnehin, dass es zu wenig Studien gibt und die wenigen Studien sich meist auf Probanden ohne athletischen Hintergrund beziehen.ja, es ist echt schade, dass man solche studien, die eig für athleten am interessantesten sind ohne athleten macht. das wäre auf jedenfall ein interessantes thema für meine diplomarbeit, falls ich überhaupt genügend athleten zusammenbekomme.ich behalte es als thema im hinterkopf.

  4. Adrian Ellis sagt:

    “Bei einer sehr seltenen Erbkrankheit ist eines der beiden Gene für Telomerase defekt. Betroffene müssen schon in jungen Jahren sterben. Eine andere Studie zeigte sogar, dass man die Lebenserwartung älterer Menschen zumindest grob anhand ihrer Telomerlänge vorhersagen kann. Personen über 60, deren Immunzellen ungewöhnlich kurze Telomere haben, sterben Blackburn zufolge deutlich früher als der Durchschnitt […].” [1] S. 186.

  5. Pingback: Fasten und vom Braten träumen | Teilstücke

  6. Nanana sagt:

    Ich bin Schwarz

  7. griesu sagt:

    ich habe vor einigen monaten angefangen einmal in der woche gut 36h zu fasten. meisstens anfang der woche, also zB. von sonntag abends bis dienstag mittags.
    ausserdem esse ich kein frühstück mehr sondern immer erst ab mittag frühestens wenn dann ein hungergefühl kommt.

    ich bin m/28/schlank-sportlich. habe schon immer etwas sport betrieben, radfahren, klettern, fitness training, widerstandstraining etc.

    am fastentag esse ich evtl. ein paar spargelspitzen, rohe salatgurke, und evtl. dinkel und flohsamenschalen, und viel wasser trinken. sonst gar nix ausser evtl. einen schwarzen kaffee morgens. ist also ein super entgiftungstag.

    am nächsten tag mache ich sport wenn geht gleich vormittags (bin an der uni ;-) mit gewichten und richtig power aber nicht länger als 45min. dann gibts einen eiweissshake aber mit der ersten richtigen mahlzeit warte ich noch etwas bis dann richtig der hunger kommt so nach einer stunde oder zwei. dann gibts das volle programm, bananen, nudeln, fleisch, brot, reis und so weiter.

    RESULTATE:

    ich hatte vorher immer das problem das egal wie gut meine ernährung und mein trainingsplan war ich konnte nicht so richtig kraft und muskeln zulegen, auch wenn ich körperlich eine relativ gute ausgangsbasis hatte.

    ich habe immer von früh bis spät gefuttert weil ich dachte ich müsste viel essen um kraft zulegen zu könnnen.

    seitdem ich das programm fahre habe ich merkbar an kraft und ausdauer dazugewonnen, gewicht zugelegt!!! (bicht soo viel, aber vor allem fettreserven reduziert und muskeln definierter) und fühle mich spitze. kann ich nur weiter empfehlen!

  8. What is it. Approximately 2. From the functional point of view the heart may beat too fast or too slowly, or
    irregularly.

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